bitte lesen

Was vor mehr als 10 Jahren...

...kurz vor Weihnachten als eine Art Advents-Aktion entstand, ist in der Zwischenzeit zu einer regelmässigen Hilfe für Bedürftige geworden!

Vier junge Christen hatten den Wunsch, benachteiligten Menschen zu helfen und ihnen etwas weiterzugeben, wovon wir alle im Überfluss haben, nämlich warmes Essen! Sie kochten Pilzrisotto und warmen Tee, luden die vollen Kochkisten auf einen Veloanhänger und machten sich mit ihrer Fracht auf durch die Strassen von Bern. Sie hatten aber auch etwas Angst. Wie würden die Leute reagieren? Würden sie das Essen annehmen? Es war eine echte Mutprobe. Sie sprachen Menschen an, von denen sie dachten, es wären Drogensüchtige, Trinker oder einfach Bedürftige: „Willst Du essen? Wir möchten dir davon geben! Aber die Angesprochenen waren nicht aggressiv sondern sehr misstrauisch. Erst als die Helfer selber etwas vom Mitgebrachten assen, und den Leuten zeigten, dass das Essen weder vergiftet noch verdorben war, nahmen diese etwas davon an.

Bis heute über 500 x warmes Essen!
Was nur eine kurze Aktion zur Weihnachtszeit sein sollte, wurde dank dem wachsenden Vertrauen der Randständigen bis in den Frühling hinaus verlängert. Doch bald erklärten die Drögeler, sie hätten auch im Sommer Hunger – und nun gibt es den Gasse z’Nacht jeden Donnerstag seit 10 Jahren und das ohne eine einzige Ausnahme! Zwischen 21.00 und 23.00 Uhr wird im Moment im Hof Hodlerstrasse (siehe unten PS-Anhang) in Bern Essen verteilt.

In der Anfangszeit beobachteten die vorbeigehenden Polizisten etwas misstrauisch die Ansammlung von Randständigen. Bald konnten sie sich jedoch davon überzeugen, dass hier durchaus Ruhe und Ordnung herrschten. Die Drögeler sind aber auch angehalten, während dieser Zeit weder Drogen zu konsumieren noch zu handeln. Ferner dürfen keine Stühle und Tische aufgestellt sein, die Einrichtungen müssen „fahrbar“ bleiben. So stellen die Helfer die Kochkisten und Behälter eben auf einen Veloanhänger und auf kleine Wägeli. Und nach der Mahlzeit, wenn alle wieder verschwunden oder heimgegangen sind, liegen auch keine Plastikteller oder Becher am Boden herum. Jede und jeder steckt den Abfall säuberlich in bereitgestellte Kehrichtsäcke.

JESUS liebt alle Menschen
Aber nicht nur der Magen wird hier gefüllt, auch die Seele und die Herzen sollen satt werden. Deshalb ist es den Helfern wichtig, von Jesus zu erzählen und den Menschen klarzumachen, dass sie, genau so wie sie sind, von Jesus geliebt werden. Und die Bedürftigen hören zu, beten mit und lassen es auch nicht zu, dass einer unter ihnen die kurzen Andachten stört. Sie spüren, dass sie hier akzeptiert werden, wie sie sind und wo sie im Moment gerade stehen. Sie werden weder bedrängt noch ermahnt, sie dürfen Jesus kennen lernen und „ja“ zu ihm sagen. Die Helfer lassen sie wissen, dass auch sie Jesus als Vorbild haben, auch ER hat allen geholfen, ohne zu fragen.

Längst sind zahlreiche freiwillige Helferinnen und Helfer dazu gekommen. Ohne sie könnte diese Aktion nicht mehr bestehen! Es gibt verschiedene Kochteams, jeweils ein Gasseznacht-Team zur Essens-Verteilung und nicht zu vergessen, die vielen Menschen, die regelmässig für genau diese hilfsbedürftigen Leute auf der Gasse beten!

Wer finanziert das alles? Woher kommt das nötige Geld?
Jeden Donnerstag werden 40 bis 80 Leute mit einer währschaften, warmen, mit viel Liebe gekochten Mahlzeit beschenkt. Es gibt Kartoffeln, Reis oder Teigwaren, Gemüse und Fleisch. Den Abschluss macht immer das sehr beliebte Dessert, z.B. Creme, Yoghurt, Guetzli oder Kuchen. Je nach Jahreszeit wird warmer Tee oder Sirup ausgeschenkt!
Pro Gasse z’Nacht werden Fr. 160.— (inkl. Plastikgeschirr) berechnet, dazu kommen Eigenleistungen in Form von Benzin, Strom und viel Engagement hinzu. Manchmal, wenn das Geld nicht ganz reicht, wird das beliebte und wichtige Dessert aus der Tasche der Helfer finanziert. Die ganze Aktion lebt von Spenden. Die Helfer können nicht lange zum voraus planen, spüren aber, dass auf ihrem Tun ein Segen liegt. „Wenn Gott will, dass wir weitermachen, kommen auch weiterhin die nötigen Mittel zusammen!“ Oftmals geben auch Bauern ihre Kartoffeln oder Gemüse billiger oder gar gratis ab oder Spender bringen gut lagerfähige Lebensmittel.

Ein paar Aussagen der Helfer:
- Wir wollen Barmherzigkeit und Nächstenliebe auf die Gasse bringen:
- Die Menschen schätzen das gute Essen, aber auch die Gespräche mit uns.
- Wir wollen, dass die Bedürftigen sich auf uns verlassen können, wir kommen immer, jeden
Donnerstag.
- Wir erwarten keine Gegenleistung, wir wollen ganz einfach geben.
- Wir wissen nicht, wie vielen Menschen wir bisher geholfen haben. Einige von ihnen sind im Laufe
der Jahre verschwunden, kommen nicht mehr. Vielleicht haben sie den Ausstieg aus ihrem Elend
gefunden, vielleicht sind sie im Gefängnis, vielleicht auch gestorben. Aber wir geben nicht auf und
helfen weiter.

Und woher nehmen all die zahlreichen Helfer die Kraft und die Ausdauer für diese Hilfe her?
Aus der Bibel, aus dem Wort Gottes, denn da steht

· in Matthäus 25.40
„Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr für mich getan!“

· in Josua 1.9
Sei tapfer und entschlossen! Lass dich durch nichts erschrecken und verliere nie den Mut; denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!

· in Epheser 1.2
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus!






 

ein Herz für Alle

wir wünschen uns wieder einen gasse z'nacht platz im zentrum der stadt.